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Kein Werk für die Toten, sondern „ein menschliches Requiem zum Trost für die Lebenden“ hat Johannes Brahms vor etwa 150 Jahren geschaffen. Sein „Deutsches Requiem“ begeisterte nicht nur Künstlerkolleginnen und -kollegen, sondern bedeutete einen entscheidenden Schritt in der Karriere des Komponisten. Mit Rückgriff auf die Luther-Übersetzung und Verzicht auf Liturgie baut Brahms nicht allein sprachliche Barrieren ab, sondern schafft zugleich eine überkonfessionelle Ansprache. Monumentaler Klang und große Ausdruckstiefe machen das Werk in den Worten von Brahms’ Zeitgenossin Clara Schumann zu „einem ganz gewaltigen Stück“, das „den ganzen Menschen in einer Weise wie wenig anderes“ ergreife.

Unter der Leitung von Andrej Naumovich wird das großangelegte Werk für Orchester, Chor, Sopran- und Baritonsolist*in in der Kammerorchesterfassung von Ingo Schulz am 30.09.2018 in der Bodelschwingh-Kirche aufgeführt. Die Bodelschwingh-Kantorei und der Vokalkreis Plön werden von der Sinfonietta Lübeck begleitet. Als Solist*innen wirken Dorothee Biedert (Sopran) und Yannick Debus (Bass) mit.

30.09.2018, 19 Uhr
Bodelschwingh-Kirche, Lübeck
Karten an der Abendkasse zu 15 € (ermäßigt: 10 €)